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Ungarns erster Syrah
Seit 1997 ist Franz Weninger aus Horitschon im Mittelburgenland stolzer Besitzer eines zweiten Weingutes in Ungarn. Seit 1992 betreibt der "grenzenlose" Winzer bereits ein höchst erfolgreiches Weingut im südungarischen Villány. Auf einer Anhöhe im Dorf Balf bei Sopron, nur etwa 20 Minuten von Rust entfernt am Südzipfel des Neusiedlersees, erwarb Weninger 26 Hektar der Lage "Spern Steiner", die in alten Bodenbewertungen als der beste Weingrund Ungarns genannt ist.
Mittlerweile wird das Weingut in Balf von seinem 23-jährigen Sohn Franz Reinhard geführt. In Eigenregie hat er auf dem prächtigen Schieferboden mit Blick über den gesamten Neusiedlersee die Sorten Kekfrankos (Blaufränkisch), Merlot und Pinot Noir ausgepflanzt. In Ungarn haben diese Weine bereits Kult-Status. Jetzt veröffentlichte der engagierte Jungwinzer einen Wein, der zum Meilenstein in der modernen ungarischen Weinbbaugeschichte werden könnte.
Es handelt sich um den ersten, auf ungarischem Boden gewachsenen und vinifizierten Wein aus der Rebsorte Syrah. So wie vom Vater gelernt, ist das Bestreben des jungen Winemakers, die ideale Traubensorte für den jeweiligen Boden zu finden. Franz Reinhard Weninger: "Das Terroir bestimmt die Wahl der Rebsorte. In den mineralstoffreichen Schieferboden musste ich ganz einfach Syrah pflanzen. Und das Resultat gibt mir recht. Ich bin mit meinem Erstlingswerk sehr zufrieden." Der Syrah Spern Steiner 2000 ist kein Versuch, Syrah-Weine aus der Neuen Welt zu kopieren. Im Gegenteil, für Franz Reinhard ist es besonders wichtig, "dass man den ungarischen Boden auch tatsächlich im Glas spürt."
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