|
|
| SAINT EMILION GRAND CRU: Château Patris |
|
|
Der Nachbar von Angélus macht Karriere
Auch ohne Parker-Note hat es Château Patris aus Saint Emilion geschafft ein derzeit von vielen Kennern gesuchter Wein zu sein. Vom Guru aus Maryland noch nicht entdeckt und bewertet hält sich der Preis für den Grand Vin mit etwa 25 Euro in genussfreudigen Grenzen. Die klammheimliche Karriere des Weins begann bei einer Verkostung von Hardy Rodenstock im Hamburger Restaurant Le Canard vor zwei Jahren, als dieser den 2000er Château Patris als Pirat in einer verdeckten Verkostung gegen die erste Garnitur der klassifizierten Gewächse antreten liess und keiner der anwesenden Connaisseurs erkannte, dass es sich um einen mehr oder minder unbekannten, nicht klassifizierten Grand Cru handelt. Inzwischen hat sich dies herumgesprochen und der Nachfolge-Jahrgang 2001 erhielt die eine oder andere sehr gute professionelle Bewertung vom Wine Spectator (89 Punkte), Weinwisser (18 Punkte), Lobenberg 90 – 91 (Punkte). Die Qualität dieses Weins kommt nicht von ungefähr. Der neun Hektar grosse Weinberg von Château Patris, das 1967 von seinem heutigen Besitzer Michel Querre erworben wurde, liegt an den Côtes von Saint-Emilion in Verlängerung von Château Angélus. Sein Cuvée besteht zu 95 Prozent Merlot und zu fünf Prozent aus Cabernet franc. Die Produktion ist klein: 36.000 Flaschen pro Jahr.
|
| |
|
2001 Château Patris
|
91
|
Dunkles rubinrot. Zeigt zunächst einmal beim Öffnen der Flasche einen intensiven Kirschduft, sehr frisch, reich und üppig. Im Glas dann eine sehr charakteristisch dunkle, rauchige Würze, typisch für die Terroirs an den bevorzugten Côtes von St. Emilion. Dieses sehr intensive Zusammengehen von Mineralität und Toasting der Eichenfässer kennen wir vor allem von Nachbarn wie Angélus und ist spezifisch für diese Terroir. Die Frucht bleibt zunächst deutlich dahinter. Mit der Zeit: Tabaknoten, Kastanienblätter, Trockenfeigen, eine schroffe, felsige Mineralität, etwas Erde und Rote Beete. Am Gaumen zeigt der Wein einen kraftvollen Ausdruck mit dunkler Frucht, festen Tanninen und einem sehr langem Abgang. Im Augenblick wirkt der Wein noch etwas ungestüm und leicht kantig. Nach zwei, drei Stunden der Lüftung wird er allmählich etwas weicher, runder und zugänglicher. Also: karaffieren oder noch fünf, sechs Jahr einkellern. So etwa im Alter von zehn bis 15 Jahren wird er seinen ersten Genusshöhepunkt erreichen.
|
| 25,00 € |
Cuvée aus 95 % Merlot und 5 % Cabernet franc. 13,5 % Vol. Alkohol. Naturkork. |
|
|