Bordeaux 2002

 

Bordeaux Primeur Tasting Vintage 2002
Saint-Julien 
 

Château Beychevelle

2002 Château Beychevelle
Note: 88 - 89
 

Notiz: Dunkles rubinrot. Verhaltene Nase aber von einer klassischen Art etwas dunkle Beerenfrucht, Toast. Am Gaumen elegant, fein strukturiert, schöne Tannine, saftige dunkle Sauerkirschfrucht. Im Augenblick sehr verschlossen, aber sehr gute Anlagen für einen eleganten Wein mit Finesse.


Château Branaire-Ducru

2002 Château Branaire-Ducru
Note: 85 - 87
 

Notiz: Mitteltiefes rubinviolett. Nase verhalten mit konzentrierter Cassis- und Pflaumenfrucht, leicht süsslicher Chutneycharakter mit etwas Ingwer. Am Gaumen dickflüssig, sehr süss, mollig und saftstrotzend. Dazu aber auch einiges an leicht pelzigen Tanninen. Für die vordergründige Fülle, dann überraschend kurz im Abgang.


Château Gruaud Larose

2002 Sarget de Gruaud-Larose
Note: 80 - 82
 

Notiz: Dunkles rubinrot. Wenig Bukett, etwas dunkle Beerenfrucht. Am Gaumen ziemlich sauer, unangenehm und unausgewogen, wenig Tannin. Extreme Sauerkirsche. Kurzer Abgang.


2002 Château Gruaud Larose
Note: 87 - 89
 

Notiz: Dunkles, tiefes rubinrot. Konzentrierte Beerenfrucht, feine süsse Würze, etwas Exotik im Duft. Am Gaumen schmeichelnd weich, verhaltende Süsse, recht sanfte, aber den Wein voll einkleidende Tannine. Im Hintergrund fehlt es aber ein wenig an Struktur, wirkte hinter der Opulenz vorspiegelnden Fassade doch ein wenig leer im Nachklang.


Château Lagrange

2002 Les Fiefs de Langange
Note: 85 - 86
 

Notiz: Dunkles Rubinviolett, aber nicht sehr tief, sondern durchsichtig. Frische Frucht, Kirsche, Cassis. Am Gaumen saftig, frisch, sehr schöne Tanninstruktur. Bemerkenswert kantig und hart für ein Zweitwein.


2002 Château Lagrange
Note: 88 - 89
 

Notiz: Dunkles Violett-Rubin. Eine erste Probe zeigte eine sehr jugendliche primärfruchtige, fast noch leicht mostige Nase. Dazu deutliche Rauch- und Toastnoten. Die zweite Probe dagegen eine dichte Würze: schwarzer Toastduft, Aromen von gerösteten Gewürzen. So unterschiedlich können Fassmuster ausfallen! Am Gaumen beide fleischig und süss, aber eingekleidet in einen schönen Tanninmantel. Ein reicher, durchaus opulenterer Wein mit deutlichem Abgang. Reife Kirschfrucht, durchaus frisch und keine Konfitüre, süsse Würznoten. Ein richtiger Spasswein, modern, aber gekonnt gemacht.


Château Langoa-Barton

2002 Château Langoa-Barton
Note: 88 - 89
 

Notiz: Dunkles rubinrot. Nase mit schöner reifer Kirsch- und Brombeerfrucht. Am Gaumen ein Wein mir sehr präsenten, aber reifen Tanninen, die den Mund voll auskleiden. Die Frucht ist da, steht aber nicht im Vordergrund wie bei vielen anderen Weinen dieses Jahrgangs. Wiederum ein wirklich rundum seriöser Wein auch mit einer mineralischen, leicht salzigen Idendität des Terroirs.


Château Leoville Barton

2002 Château Leoville Barton
Note: 88 - 89
 

Notiz: Dunkles rubinviolett. Eine seriöse Nase, in der die Rauch und Toastnoten überwiegen. Dahinter ein reifer Cassisduft. Am Gaumen sehr dicht, konzentriert, ein Wein mit schönem Volumen, reifer Süsse, sehr gut eingebauter Tanninstruktur. Etwas Kaffee im Abgang.


Château Leoville-Las-Cases

2002 Clos du Marquis
Note: 90 - 92
 

Notiz: Auch dieser Zweitwein verblüfft. Durch seine Statur und Tiefe übertrifft er viele Grands Vins der weiteren Umgebung. Dunkles rubinviolett. Nase sehr verschlossen. Am Gaumen hart, kantig und pelzig. Mächtige Tanninbstruktur. Dahinter eine saftige, dunkle Sauerkrischfrucht. Langer Abgang.


2002 Château Leoville Las Cases
Note: 94 - 95
 

Notiz: Auch in diesem Jahr zählt Leoville Las Cases für mich wieder zu den herausragenden Highlights des Jahrgangs. Einer der wenigen 2002er, die das Prädikat "gross" verdienen. Dunkles, dichtes rubinrot. Nase völlig verschlossen, zeigt etwas dunkle Beeren, Sauerkirsche und Cassis. Der Wein ist ein echtes Tanninmonster, der pelzigste, kantigste und härteste Knochen, die ich in dieser Woche verkostet habe. Vorne ganz abweisend, fast bitter, die potenzielle Süsse ist ganz hinten versteckt und kaum zu schmecken. Weiter hinten dann etwas Lakritze und stark gerösteter Kaffee.Am Gaumen etwas mehr Geschmeidigkeit, wenn man dieses Wort überhaupt im Zusammenhang mit diesem Wein benutzen kann, als der Clos du Marquis. Der Körper hinter dieser massiven Mauer aus schwarzen Tanninen und Mineralität ist etwas fetter und runder.


Château Léoville-Poyferré

2002 Château Léoville-Poyferré
Note: 89 - 90
 

Notiz: Dunkles violettrubin. Nase sehr verschlossen nur etwas Toast und kleine exotische Würztöne. Am Gaumen ein Wein von bemerkenswerter Eleganz und Feinheit an der Oberfläche, dahinter aber Kraft und Struktur, feine Süsse, seidiger Pelzbelag. Deutlicher Abgang.


Château Talbot

2002 Château Talbot
Note: 84 - 86
 

Notiz: Dunkles rubinrot. Nase mit reichen Würznoten, eher ein rotes Früchtekompott, etwas Holz und Waldboden. Am Gaumen sehr sanft, süss, schmeichelnd, sehr weiche Tannine. Mittlerer Abgang. Ziemlich gefällig und auch eindimensional.


 

 
Dienstag, 7.September 2010

 

 

 

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Datum der letzten Aktualisierung: 07.09.2010